Die Ziltendorfer Mühle

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Historie

» 1700 ein Buchbinder aus Frankfurt/Oder errichtet eine Papiermühle
» 1930 Erich Krüger (Landrat in Krossen) übernimmt die Mühle von seinem Vater
» 1945 Enteignung
» 1945 bis 1952 „REWI - Mühle Ziltendorf“ (Revisions- und Wirtschaftsverband Potsdam; dazu gehörten auch die Mühlen in  Finowfurt und Rathenow)
» 1952 bis 1958 „Konsum – Mühle Ziltendorf“ Leiter Herr Bensch wohnte in der Mühle
» 1958 bis 1959 Zugehörigkeit zur Mühle Müllrose
» 1960 bis 1989 LPG – (Schrot-) Mühle

Die Besitzer

Name Vorname Jahr
Grundemann Samuel ~1701
Grundemann Christian & Johann Georg ~1759
Schulz Christian ~1829
Gründer Carl Friedrich Wilhelm ~1861
Sehrkamp (o. Lehrkamp)   ~1866
Krüger Erich ~1930

Quelle: Datenbankprojekt für Ahnenforscher im Land Brandenburg

Der Standort und seine Probleme

„ Müller Krüger“ hatte Land zwischen dem Bahnhof Ziltendorf und dem Oder-Spree-Kanal gekauft, an dessen verkehrsgünstigen Standort er eine Großmühle errichten wollte. 1895 stürzte die Sperrmauer ein und es entstand großer Schaden im Dorf. Der Mühlenteich zwischen der Villa und der heutigen Kindertagesstätte brachte immer wieder Probleme in Kellern der benachbarten Wohnhäuser. Die Wasserkraft reichte nicht aus für einen Parallelbetrieb von Sägewerk und Mühle. Deshalb wurde von 1939 bis 1942 beim Umbau eine Dampfmaschine/Dampfantrieb eingesetzt, die die Kapazität erhöhte und einen E-Antrieb ermöglichte. Die Kapazität der Mühle,nach dem Umbau,1939 lag bei 15 t/d; 100 t/Woche. Die Räume der Dampfmaschine wurden später in eine Tischlerei für die Instandsetzung der Mühle umgebaut. Die Silokapazität betrug nach dem Umbau 470 t. Mit der Modernisierung 1939 bis 1942 war die Mühle in Ziltendorf bis 1960 die modernste Mühle im weiten Umkreis. Moderne Walzenstühle mit automatischem Ausrücken bei Leerlauf, der E-Antrieb, eine moderne Absackmaschine, die Verkleidung von Becherwerken und Balken, selbst Parkettboden auf dem Walzenboden,waren ein Vorzeigestandort für Besitzer Krüger bis zu seiner Enteignung 1945.
1949/50 wurde die Wasserzufuhr für die Turbine (22 PS) neu geregelt. Der Antrieb reichte nur für eine geringe Leistung über Leerlauf. Ziel war der Abbau der elektrischen Spitzenlast, die 1954 eingestellt wurde. Die Ziltendorfer Mühle wurde unter zusätzlicher Wasserverwendung bis 1954 als Wassermühle betrieben. Nebenbei wurde eine Schneidemühle, die im 2. Weltkrieg stillgelegt wurde und eine Bäckerei im Kellergeschoss betrieben. Durch die Wasserentnahme des neu errichteten EKO, kam es zu unterschiedlicher Wasserführung des Fließes verursacht durch die Wasserentnahme aus den Pohlitzer Seen.
Bis zur Schließung als Mahlmühle konnten 10 bis 12 Beschäftigte geführt werden.
Heute erinnert nur noch eine entkernte und zum Verfall preisgegebene Mühle an bessere Zeiten.
Ein für das Jahr 2002 vorgesehener Abriss der Mühle wurde auf Grund fehlender kommunaler Finanzen abgesagt. Es erfolgte jedoch eine Demontage und teilweise Verschrottung der bis zu diesem Zeitpunkt noch dort verbliebenen Maschinen.

Mühle Ziltendorf

 

 

 

 

Mühle Ziltendorf

 

 

 

 

Mühle Ziltendorf

 

 

 

Mühle Ziltendorf
Mühlenvilla Ziltendorf
Mühlenhauptgebäude
ehem. Villa des Mühlenbesitzers

Die ehemalige Villa des Mühlenbesitzers diente ab 1949 als Landambulatorium. Bis in die 90'er Jahre hinein die einzige ambulante Einrichtung des Ortes, praktizierte dort noch bis Ende der 90'er Sanitätsrat Günter Ott aus Rießen. Nachdem die Anfang der 90'er eingerichtete Zahnarztpraxis im Jahr 2003 dann ebenfalls auszog, war das Gebäude Verfall und Zerstörung preisgegeben.
Im Jahr 2008 begann man, im Zuge der Bebauung der vorgelagerten Flächen entlang der Bahnhofstraße mit Einfamilienhäusern, mit dem Abriss der Mühle.

Die Mühle in einer Foto-Präsentation

Das Betrachten der Präsentationen erfordert Microsoft PowerPoint oder den kostenlosen PowerPoint-Viewer,
welchen Sie hier herunterladen können.
Die Mühle im November 2008

sehen Sie auch :

Die Mühle in Gemälden von Kurt Radloff