Beschreibung :
85 km lange Verbindung zwischen Spree und Oder. Der Oder-Spree-Kanal,
der in der Nähe von Eichwalde im Südufer des Soddinsees abzweigt,
verläuft über weite Strecken entlang dem alten Friedrich-Wilhelm-Kanal.
Bei Braunsdorf mündet der Kanal wieder in die Spree, durchquert
die Stadt Fürstenwalde, zweigt südwestlich des Kersdorfer Sees
wieder ab, führt von Nordwesten her durch Eisenhüttenstadt
und führt in einem Bogen von Südwesten zur Oder.
Der Oder-Spree-Kanal,
der Teil der Spree-Oder-Wasserstraße ist, hat fünf Doppelschleusen
bei Wernsdorf (55x9,50/65x8,50), Große Tränke (67,50x8,56/59,40x9,78),
Fürstenwalde (67x9,40/67x8,54), Kersdorf (67 x8,50/57x9,60) und
Eisenhüttenstadt (127x12).
Die größte Tauchtiefe beträgt
1,75m für Motorfahrzeuge, 1,85m für Fahrzeuge ohne eigenen
Maschinenantrieb.
Die Mindestdurchfahrtshöhe beträgt bei Normalstau
4,00m.

Geschichte :
1662. Auf Befehl des Kurfürsten Friedrich Wilhelm wird unter der
Leitung des Ingenieurs Philipp de Chièze mit dem Bau einer Wasserstraße
zwischen Spree und Oder begonnen.
Mit Hilfe vorwiegend niederländischer Fachkräfte, so des Brücken-
und Schleusenbauers Matthias Smids aus Rotterdam, kann der mit zehn Schleusen
bestückte Kanal bereits sechs Jahre später eingeweiht werden, obwohl
sich wichtige Handelsstädte, wie z.B. Frankfurt an der Oder, das um seinen
Handel mit Breslau fürchtet, dem Bau widersetzen.
Am 4. August 1668 unternimmt der Kurfürst die Einweihungsfahrt
auf dem Kanal zwischen Müllrose — 10 km südwestlich von
Frankfurt — bis nach Berlin.
Berlin ist der natürliche Umladehafen für die Waren, die sich
auf dem Weg von Schlesien an die Elbemündung befinden.
Von 1887 bis 1891 erfolgte der Ausbau des bisherigen "Friedrich-Wilhelm Kanal" unter
anderem mit dem neuen Teilstück von Müllrose nach Fürstenberg(Oder), wo der Abstieg zur tiefer gelegenen Oder zunächst über 3 Schleusen erfolgte
(Schleuse 1 = Oberschleuse, Schleuse 2 = Mittelschleuse, Schleuse 3 = Unterschleuse).
In diesem Rahmen wurde die Wasserstraße in "Oder-Spree
Kanal" umbenannt.
Nach 1920 begannen die Arbeiten an einem neuen 2,5 km langen Abstiegsabschnitt zur Überwindung der ca. 13,5 m Höhenunterschied und dem damit verbundenen Bau der Zwillingsschachtschleuse von 1925-1929.
In den 50'er Jahren des 20.Jahrhunderts kam dem Kanal besondere Bedeutung
bei dem Aufbau des Eisenhüttenkombinates Ost (heute EKO-Stahl AG) zu, sowie in den Folgejahren u.a. bei den Erzlieferungen für den Betrieb der Hochöfen.
Der Kanal bei Ziltendorf :
In den letzten Apriltagen 1945 wurde die Brücke über den Oder-Spree-Kanal, welche die Orte Ziltendorf und Pohlitz verband, gesprengt.
Nach Kriegsende diente eine vorerst provisorische und später stationäre Fährverbindung zum Übersetzen an das gegenüberliegende Kanalufer.
Mit dem Ausbau der Fernverkehrsstraße 112 im Jahre 1967 wurde auch eine neue Brücke über den Kanal, am Standort der einstigen Kanalbrücke, wiedererrichtet.
Das alte Fährhäuschen mit seinem Anlegesteg diente noch bis in die 80er Jahre vereinzelt als Anlegestelle für Schiffe der "Weißen Flotte" Eisenhüttenstadt's, so dem "Brummel", einem Ausflugsdampfer welcher regelmäßig die Strecke nach Müllrose befuhr.
ehemaliges Fährhäuschen |
Brücke über den Kanal (Budesstrasse 112) |
Das Angelgewässer :
Die 38,5 km lange Strecke ist 35 m breit und 4 m tief.
Das im Mittel 16 Grad warme Wasser ist ideal geeignet für Karpfen
bis 36 Pfund und Marmorkarpfen bis zu einem halben Zentner.
Große
Aale, Barsche, Schleien, Hecht, Zander, Welse und Quappen runden das Angebot
ab.
Die Welse ( bis zu 70 Pfund ) beißen am besten auf große
Tauwurmbündel.
Raubfische stehen in ca. 8 m Entfernung vom Ufer, Aale
dagegen in der Uferschüttung.
Welse fängt man vor allem an Mündungen,
an Brücken und an der ersten Scharkante.
Weiterer Fischbesatz : Gründling , Kaulbarsch , Plötze , Ukelei

Brücke über den Kanal in Eisenhüttenstadt
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Angler am Kanal
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