ZILTENDORF

Willkommen in unserer Gemeinde !

ZILTENDORF erstmals erwähnt am 4. Juni 1316 unter dem Namen Tzultendorp, gelegen am Rande der Oderaue zwischen Oder-Spree-Kanal und dem Grenzfluß Oder, erstreckt sich mit seinen beiden Ortsteilen Ernst-Thälmann-Siedlung und Aurith über eine Fläche von ca. 29 km².

Von 1406 bis 1817 (mit Ausnahme einer sechsjährigen Verpachtungszeit) war das Dorf in Stiftbesitz Neuzelle, darauffolgend gehörte es zum Kreis Guben und ab 1952 zum Kreis Fürstenberg(Oder) - später Kreis Eisenhüttenstadt-Land.
Heute ist es mit seinen ca. 1600 Einwohnern Verwaltungsbestandteil der Amtsgemeinde Brieskow-Finkenheerd im Landkreis Oder-Spree.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt unter Anderem die evangelische Dorfkirche, deren Grundsteinlegung am 11. Juni 1995 erfolgte und die feierliche Einweihung am 14. April 1996 stattfand. Sie wurde an gleicher Stelle neu errichtet, an welcher sich einst die 1702 im Fachwerkstil erbaute Dorfkirche unserer Gemeinde befand, welche am 28. März 1945 nach Artelleriebeschuss der vorrückenden Roten Armee völlig ausbrannte. Von historischer Bedeutung sind die beiden Kirchenglocken, von welchen die größere Glocke aus dem Jahr 1503 datiert ist und die Kleinere bereits im 14. Jahrhundert gegossen wurde.

Bis ca.1960 machte die Ziltendorfer Mühle den Ort, neben Müllrose, zu einem bedeutenden Mühlenstandort im Umkreis. Im Jahr 2008 begann man dann, nach längerer Brache des Areals, mit dem Abriss der Mühle.

Am Ortsrand wurde in den fünfziger und sechziger Jahren für den VEB Bandstahlkombinat "Hermann Matern" (heute "ArcelorMittal Eisenhüttenstadt") ein großer Verschiebebahnhof gebaut.

Das "Jahrhunderthochwasser" der Oder im Jahre 1997 überflutete die gesamte Oderaue mit den beiden Ortsteilen , welche Dank zahlreicher Spenden und Aufbauhilfe in den darauffolgenden Jahren wiederhergestellt wurden.

Ziltendorf heute

Anfang dieses Jahrhunderts wurden, trotz unzureichender kommunaler Finanzen, verschiedene "Vorzeigeobjekte" im Dorfzentrum errichtet. So z.B. das neue Gemeindezentrum, das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, die neu errichtete Friedhofsmauer sowie die Neugestaltung der Kriegsgräberstätte.
Dabei blieb, im Gegensatz zu anderen Gemeinden, unter anderem der Straßenausbau bzw. deren Instandhaltung auf der Strecke.
Ein in den 90'er Jahren erschlossenes Gewerbegebiet liegt, ausgenommen die Nutzung durch zwei ortsansässige Firmen und der Kinderhäuser Oder-Neiße e.V., seit jeher brach.
Durch einen Verkauf von Bauland im Ortskern wurde versucht das vorhandene "Loch in der Finanzkasse" zu schließen. Durch die damit verbundenen Abholzungen der Robinien- und anderer Baumbestände verliert der Ort mehr und mehr seinen ländlichen Charakter.
Langfristig wird dies keine finanzielle Verbesserung versprechen, jedoch zu einer nicht wiedergutzumachenden Schädigung der Natur führen.
Derzeit erfährt der Ort eine zunehmende Verbauung mit Eigenheimen, bei offiziell sinkenden Einwohnerzahlen.
Auch der Straßenausbau wurde in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts vorangebracht, wenn auch nicht immer die Bedürfnisse der Anwohner dabei die primäre Triebkraft waren. Sinnlose und undurchdachte Straßenbauprojekte des Landes bzw. Bundes in der näheren Peripherie des Ortes, bringen einen weiteren "Rückbau der Natur" und ein Ausbleiben der bis dato noch erschienenen Touristen und Naturliebhaber mit sich. Dem versucht man unter anderem mit der Einrichtung einer Fährverbindung zwischen Aurith und Urad (Polen) entgegen zu wirken, was aber letztendlich dem Ort selbst keine Einnahmen sondern mehr nur Ausgaben bescheren dürfte.

Verkehr & Tourismus:

Ziltendorf ist zu erreichen aus Richtung Frankfurt(Oder) bzw.Eisenhüttenstadt kommend über die Bundesstrasse112 oder mit der Regionalbahn RB11 der Deutschen Bahn AG, sowie über den Regionalflugplatz-Pohlitz.

Ein gut erschlossenes Strassen-und Wegenetz, mit Anbindung an den Oder-Neiße-Radweg, bietet Radwanderern die Möglichkeit zur Erkundung der näheren Umgebung. So zum Beispiel der Oderaue, dem Pohlitzer Seengebiet oder dem nahegelegenen Schierenberg. Zur sportlichen Betätigung stehen die Waldsportanlage in Ziltendorf mit ihrem Tennisplatz sowie zahlreiche Angelgewässer rund um den Ort zur Verfügung.

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