DSL in Ziltendorf oder "Telekom - Ärger ohne Ende"
   
DSL für Fürstenberg und Ziltendorf

Von Uwe Stiehler

 

Lange haben die Fürstenberger auf diese Nachricht gewartet: DSL wird nun auch in ihrem Ortsteil verfügbar sein, allerdings nicht in konventioneller Form. Fürstenberg wird mit einem Funk-DSL-Netz versorgt, mit dessen Aufbau die Firma CNS-Network aus Kolkwitz in diesen Tagen beginnt. Bis Ende Februar/Anfang März werde es in Betrieb sein, kündigte CNS-Chef Frank Strom an. "Zurzeit befinden wir uns in der Feinplanung."

Zunächst werde mit der Installation der ersten Ausbaustufe begonnen, bei der alle Kunden berücksichtigt werden, deren Vorverträge bis Ende Januar bei CNS eingegangen waren. Knapp 200 Interessenten werden das sein.

 

Bild: _webmaster

"Von unserer Seite aus kann es sofort losgehen. Jetzt hängt es nur noch an dem Netzbetreiber", sagte Storm. Ein geeignetes Gebäude, auf dem der Sendemast aufgebaut wird, sei inzwischen gefunden. Der Mast werde auf einem sehr hohen Gebäude eines privaten Vermieters stehen, erklärte Storm. "Von da aus können wir einen Radius von drei Kilometern abdecken, so dass wir auch keine zusätzlichen Richtfunkstrecken brauchen", ergänzte er.

Im zweiten Quartal dieses Jahres will CNS die zweite Ausbaustufe für rund 350 Kunden realisieren. Dann werden auch alle die berücksichtigt, deren Vorverträge erst nach dem Stichtag 31. Januar bei CNS eingehen. Storm kündigte an, dass seine Mitarbeiter in den nächsten Tagen noch einmal per Telefon bei jenen Interessenten nachfragen werden, die ihre Vorverträge bisher noch nicht unterschrieben haben.

Abgesehen davon, dass er sich eine etwas größere Nachfrage erhofft, sei er zufrieden, wie dieses Projekt trotz der Startschwierigkeiten vor Ort umgesetzt wurde. Es habe in Eisenhüttenstadt viele Unterstützer gegeben. Vor allem die privaten Hauseigentümer seien CNS gegenüber unkompliziert gewesen.

Und auch in Ziltendorf soll es nach Auskunft der Deutschen Telekom ab sofort möglich sein, DSL zu nutzen. Das erklärte der Telekom-Pressesprecher Jürgen Will. Dabei werden nicht alle Ziltendorfer auf einmal ans Netz gehen können. Der Ausbau werde nach und nach erfolgen. Wer es genau wissen möchte, könne sich jederzeit mittels der Verfügbarkeitsprüfung per Internet über den Status informieren, sagte Will.

Genau das hatte aber im Vorfeld bereits die Gemüter der Ziltendorfer erregt. Denn bei diesem Verfügbarkeits-Check seien Anschlüsse als DSL-fähig gemeldet worden, die es noch gar nicht waren, beklagte sich Ralf-Michael Teichert. Er ist der Mann, der den Ziltendorfer Internetauftritt gestaltet und er war es, der in vorderster Front um DSL in Ziltendorf stritt.

Weil in seinem Dorf DSL nicht verfügbar war, holte er sich DSL per Satellit ins Haus und war erbost, weil er nach einem Tarifwechsel im April 2006 für weniger Leistung mehr zahlen sollte. Teichert beschloss, da müsse eine andere Lösung her und zwar eine, von der alle etwas haben. Verschiedene technische Möglichkeiten wurden abgewogen und schließlich wurde auf einer Dorfversammlung beschlossen, es doch gemeinsam mit der Telekom zu machen, weil das der einfachste Weg sei, dachten die Ziltendorfer. Im Juni wurde ein Vertrag abgeschlossen, Ende Dezember 2006 sollte Ziltendorf DSL bekommen.

Im November tauchten zwei Mitarbeiter der Telekom vor Ort auf, warben für die schnelle Internetverbindung und sagten, sie sei bereits Mitte Dezember verfügbar. "Wir haben uns darauf verlassen und wurden seit dem nur vertröstet", beschwert sich Teichert. Erst auf Mitte, dann auf Ende Januar und dann auf Ende Februar. Zwischendurch seien die Ziltendorfer verunsichert worden, weil es hieß DSL sei aufgrund der Leitungen hier gar nicht möglich, dann ging es plötzlich doch. "Die müssen doch wissen, welche Leitungen sie hier verlegt haben", wundert sich Teichert.

Jürgen Will gab zu verstehen, dass die Mitarbeiter, die im November in Ziltendorf waren, übers Ziel hinausgeschossen seien. Weil es beim Netzausbau zum Bespiel wegen der Genehmigungsverfahren immer zu Terminverzögerungen kommen könne, würde die Telekom keine konkreten Termine nennen.

Quelle : www.moz.de - Märkische Oderzeitung 06.02.2007
 

T-Com ... bei uns werden Sie so richtig verschaukelt

So oder ähnlich sollte wohl der Werbeslogan des Konzerns mit dem dem großen roten "T" lauten, denn wer da denkt nun wäre alles so wie es sein sollte, der hat da weit gefehlt !
Am 6.Februar bekam ich den Telefonanruf eines Mitarbeiters der Telekom, welcher in der Kopfstation auf dem Kiesberg die Zuschaltung von DSL vornahm.
"DSL liegt nun an..." sagte er "...die Hardware haben Sie ja schon..."
Da war ich doch etwas erstaunt, denn ich hatte trotz eindringlichem Versprechen der Telekom bis zu diesem Tag weder einen schriftlichen Vertrag inclusive Zugangsdaten, noch die notwendige Hardware (Splitter und Router mit Zugangssoftware) vorliegen.
Auf diese Aussage hin hatte wohl der freundliche Außendienstmitarbeiter etwas Mittleid mit mir und so rief er mich 15 Minuten später nochmals an und sagte "Sie können sich, wenn sie möchten, schonmal einen Splitter hier bei mir abholen kommen", was ich dann auch tat.
So konnte ich nun schon freudig den Splitter installieren und hoffte, daß die Post mir ein paar Stunden später auch noch den Rest bringen würde.
...aber diese Hoffnung konnte ich wieder begraben !
So rief ich dann am späten Nachmittag nochmals bei der Hotline von T-Com an, mit der Nachfrage nach meinen Endgeräten und dem Vertrag.
Dort versprach man mir dieses in fünf Tagen (!) zuzusenden.
Etwas ungehalten versuchte ich nun der netten Dame am Telefon ihre Arbeit zu erklären und wir einigten uns darauf, daß ich den Router im T-Punkt in Eisenhüttenstadt (City-Center) entgegennehmen könne.
So setzte ich mich nun in's Auto und fuhr zum T-Punkt.
Der dortige Mitarbeiter wußte dann zunächst garnichts und schaute, nachdem ich ihm den Sachverhalt (mehrmals) erläuterte, gelangweilt auf sein Monitor und suchte eine Mitteilung im internen T-Com-Netz, welche er dann auch irgendwann mal fand.
Alles klar, nun holte er den betreffenden Router, erfasste meine Adressdaten und ... verlangte von mir 29,.. Euro ......................"wie bitte ?"
fragte ich, denn in dem von mir beauftragten Tarif war sämtliche Hardware kostenfrei enthalten !
So durfte ich nun wieder nach Hause fahren, wo ich wiederum die Service-Hotline von T-Com anrief.
Dort wußte man sich dann auch keinen Rat mehr und verwies mich an T-Online, was mir etwas unverständlich war, denn es war mir vollkommen neu, daß es nun nochmal einen Unterschied zwischen "T-Com" und "T-Online" gab.
Na gut, dann rief ich eben nochmal bei T-Online an, wo man nach vielem hin und her zu der Aussage kam, daß meine Aufträge (hatte den 1. Auftrag im Juni 2006 erteilt und den 2.Auftrag im November 2006) wohl einem Systemfehler zum Opfer gefallen sind.
"Das finde ich ja Klasse..." meinte ich "...und wie geht das nun weiter ?"
"Ja, Sie können sich nun den Router für ca. 30 Euro aus dem T-Punkt holen oder Sie warten noch fünf Tage. Sie können selbstverständlich auch den Router zunächst bezahlen und fragen dann nach ob er ihnen mit der nächsten Rechnung verrechnet wird, was ich ihnen jedoch nicht garantieren kann. ", so die Antwort.
Damit war ich dann für diesen Tag voll und ganz bedient !
Pünktlich zum 6.Februar hatte man mir nun mein bisheriges "DSL via Satellit" abgeschaltet (was ich noch nicht einmal selbst beauftragt hatte), aber mein DSL-6000 hatte ich auch nicht - so stand ich nun ohne allem da.
Am 8.Februar wollte ich doch mal wissen ob sich denn meine Auftragsdaten nun schon angefunden hätten.
So rief ich nochmals bei T-Online an und wurde dort wieder prompt zur T-Com weitergeleitet (hatten wir das nicht schonmal umgekehrt?).
"Geben Sie uns doch noch etwas Zeit, es sind doch erst 1½ Tage vergangen" so die lapidare Antwort, wenn man's genau nimmt ist ja schon ein halbes Jahr vergangen.
Was dauert da eigentlich so lange, verfügt die Telekom schon über Computer oder müssen die noch Berge von Akten in dunklen Archiven wälzen?
Eine Woche später dann am 13.Februar ergab eine erneute telefonische Nachfrage (denn fünf Tage waren gut und gerne ergebnislos vergangen), daß absolut nichts veranlasst wurde.
Somit war das Thema DSL mit der Telekom dann für mich endgültig gestorben!
So beantragte ich nun DSL bei Freenet und hoffe, daß auch ich dann innerhalb der nächsten paar Wochen endlich in den Genuß von DSL gelange.

Wer nun also noch mit dem Gedanken an einen DSL-Anschluß spielt, dem sollte meine Erfahrungen eine gute Hilfe bei der Auswahl des Providers sein bzw. ihm sagen welchen man doch tunlichst meiden sollte.

Kommentar : _Webmaster

An dieser Stelle möchte ich nochmal auf eine recht gute Webseite hinweisen, auf welcher man sich einen Überblick über Angebote und Tarife verschiedenster Anbieter verschaffen kann. :

www.dsl-tarife.de

 

 

◄ zum Themen-Rückblick