Angeln für Jedermann |
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Karpfen angeln ohne AngelscheinAb sofort gibt es in Brandenburg bessere Bedingungen für Gelegenheitsangler. Bisher mussten Erwachsene umfangreiche Prüfungen absolvieren und den Fischereischein erwerben, selbst wenn man nur ab und an mal eine Plötze aus den Gewässern holen wollte. Nun kann jedermann auch ohne Angelprüfung auf Friedfisch-Jagd gehen. "Bei uns klingeln schon seit Tagen die Telefone heiß, alle erkundigen sich nach den Neuregelungen", sagt Renate Wilke von der Unteren Fischereibehörde, die zum Ordnungsamt des Kreises gehört. Die Regeln sind im Grunde einfach: Man muss zunächst eine Fischereiabgabemarke kaufen und in eine Nachweiskarte einkleben. |
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Die Kosten pro Jahr: 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 12 Euro für Erwachsene. Ab Januar 2007 wird es auch Fünfjahreskarten für 40 Euro geben. Die Marken gibt es bei der Unteren Wasserbehörde in Beeskow, Breitscheidstraße 5. Außerdem sei die Wasserbehörde bemüht, Angelfachgeschäfte für den Verkauf zu gewinnen. "Im Raum Eisenhüttenstadt kann man die Dienste der Fischerei Schneider in Brieskow-Finkenheerd dafür in Anspruch nehmen", so Renate Wilke. Auch beim Eisenhüttenstädter Kreisanglerverband gibt es die Karten, um den Angelsportbegeisterten lange Wege zu ersparen. Weitere Informationen zu dem "Anglerführerschein" für Friedfisch sind in der Sprechstunde des Eisenhüttenstädter Kreisanglerverbandes zu erfahren. Die Sprechstunde leitet Klaus Bittner dienstags ab 17 Uhr in der Gaststätte Club am Anger in Eisenhüttenstadt. Zu der Fischereiabgabemarke muss man noch eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer erwerben. Die gibt es entweder beim zuständigen Fischer oder wiederum in Angelfachgeschäften, wie zum Beispiel Hüttes Angelladen in der Eisenhüttenstädter Robert-Koch-Straße 38. Die Angelkarten sind in verschiedenen Kategorien erhältlich, zum Beispiel Tages-, Wochen oder Jahreskarten. So kann im Zoofachgeschäft Bangel, im City Center, eine Jahreskarte, für den Oder-Spree-Kanal und einige Oder-Abschnitte, zum Preis von 20 Euro erworben werden. Ein Erwachsener, der in Eisenhüttenstadt ohne Angelschein auf Friedfischjagd geht, zahlt also dafür pro Jahr insgesamt 32 Euro. Je nach Gewässer variiert der Beitrag. Was ist aber nun, wenn an der Angel plötzlich kein Friedfisch sondern ein Hecht anbeißt? Das sei eine Frage, die ihr derzeit auch oft gestellt werde, berichtet Renate Wilke. Auch hier ist die Antwort einfach: Man kann den Räuber behalten. Denn entscheidend ist nicht, was man aus dem Gewässer holt, sondern womit man angelt. Eine Friedfischangel besteht aus der Rute (Stippe) und einem so genannten einschenkligen Haken. Als Köder dürfen Teig, Würmer oder Maden verwendet werden. Wer hingegen mit Köderfischen am Haken oder künstlichen Ködern wie Blinkern in Gewässern auf Jagd geht, hat es eindeutig auf Raubfische abgesehen. Und dafür braucht man auch weiterhin einen Fischereischein samt Prüfung. Bei den Fischern und den organisierten Anglern findet die Neuregelung für das Friedfischangeln Beifall. "Diese größere Freizügigkeit, die ähnlich wie zu DDR-Zeiten ist, begrüßt unser Verein", sagt der Vorsitzende vom Schwerzkoer Anglerverein Dorchetal, Lars Grunow. Der Inhaber von Hüttes Angelladen, Siegfried Franzen, bei dem auch Angelkarten für diverse Gewässer der Umgebung erworben werden können, sieht das genauso: "Es wird positive Auswirkungen auf den Tourismus haben, in Mecklenburg Vorpommern läuft es ja schon länger so. Ich denke außerdem, dass die Vereine davon profitieren können, indem sie wieder einen höheren Zulauf haben", sagt er. Wichtig sei aber, dass die Friedfischangler auch die Fische kennen und wissen, wie man sie waidgerecht tötet. "Dazu raten wir unseren Kunden, sich immer umfassend zu informieren, zum Beispiel in den Angelvereinen oder durch entsprechende Fachliteratur", erklärt Lieven Staar vom Zoofachmarkt Bangel. Quelle (Text) : www.moz.de - Märkische Oderzeitung 02.08.2006 |
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Link-Empfehlung : www.angler-fischkunde.de |
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